Eckhart Tolle

Eckhart Tolle wurde 1948 in Dortmund als Ulrich Tolle geboren. Er lebt in Vancouver und ist spiritueller Lehrer und Bestsellerautor.

Mit 13 Jahren zog er zu seinem Vater nach Spanien und mit 19 zog er nach England. Er schloss ein Studium an der Universität London ab und war an der University of Cambridge in Forschung und Supervision tätig.

Sein erstes Buch Jetzt! Die Kraft der Gegenwart beschreibt die häufig als „Erleuchtung“ bezeichnete Loslösung aus der Identifikation mit der Persönlichkeit, welche er im Alter von 29 Jahren erlebte. Da er ohne Bindung an eine Konfession oder einen Lehrer gewesen sei, habe er Jahre gebraucht, um die Erfahrung in seinen Alltag zu integrieren.
Das Buch wurde in über 30 Sprachen übersetzt.

Er fühlt sich keiner Tradition verpflichtet und vertritt auch keine ausdrücklichen Lehren im Sinne einer Weltanschauung.
Stark verbunden fühlt er sich besonders mit Krishnamurti und Ramana Maharshi. Es sei das Herz Ramana Maharshis und Krishnamurtis Fähigkeit, das zu sehen, was falsch sei, und darauf hinzuweisen, wie es arbeite. Er liebe Krishnamurti und Ramana Maharshi tief, fühle sich vollständig eins mit ihnen.

Eine Reihe von Schlüsselbegriffen kennzeichnen das Denken von Tolle:

Sein/das Unmanifeste/das Formlose: die Ebene der letztendlichen Wirklichkeit, die Essenz, die wahre Natur, das Göttliche. Der Gegenpol zur Ebene von Form und Zeit, der Ebene des Manifesten.

Unbewusstheit: ein verstandesdominierter Zustand des Geistes, in dem der Mensch blind ist für die tiefere Dimension des Seins. Der Zugang zur Ebene des „Formlosen“ ist nur jenseits des Denkens möglich.

Ego/Identität: Die Summe aller Merkmale einer Person, aus denen der Verstand ein Selbst-Bild konstruiert. Identität entsteht, wenn eine Person sich mit spezifischen Merkmalen (Aussehen, beruflicher Status, Zugehörigkeit zu einer Nation oder Religionsgemeinschaft) identifiziert. Diese Merkmale sind gleichsam das Rohmaterial, das der Verstand zu einem kompakten Ego zusammenfügt.

Lebenssituation: ein sich im Zeitlichen manifestierender Ausschnitt einer persönlichen Biographie. Ein individueller lebensgeschichtlicher Abschnitt, aus dem der unbewusste Geist ein „Ego“ konstruiert.

Schmerzkörper: die Summe biographischen Leidens, die sich zu einem negativen quasi-autonomen Energiefeld verdichtet. Die Auflösung des Schmerzkörpers geschieht dann, wenn ein Mensch seine Identifikation mit dem Schmerzkörper durchbricht.